Häufig gestellte Fragen und Antworten rund um Agri-Photovoltaik. Von Kosten über Technik bis hin zu rechtlichen Aspekten – hier finden Sie wichtige Informationen.
Alle wichtigen Fragen und Antworten zur Agri-PV-Doppelnutzung
Agri-PV (Agri-Photovoltaik) kombiniert Landwirtschaft mit Solarstromerzeugung auf derselben Fläche.
Die Fläche wird gleichzeitig für Nahrungsmittelproduktion und Energieerzeugung genutzt.
Module werden hoch aufgeständert oder vertikal installiert. So bleibt Platz für Maschinen, Pflanzen und Tiere, während die Module Strom erzeugen und Schatten spenden.
Die Investitionskosten liegen je nach System bei ca. 800.000 € bis 1,2 Mio. € pro Hektar.
Je nach Größe, Technik und Standort liegen die Kosten zwischen 800 und 1.200 € pro kWp. Für eine 1-MW-Anlage sind rund 1 Mio. € einzuplanen.
Die Kosten für eine 1-MW-Anlage liegen meist bei 900.000 € bis 1,2 Mio. €.
Je nach Standort und Technik liegen sie zwischen 6 und 12 Cent pro kWh.
Pro Hektar können je nach Ausrichtung und Technik 700.000 bis 1.000.000 kWh Strom pro Jahr erzeugt werden.
Ein Hektar Agri-PV ermöglicht je nach Bauweise zwischen 0,7 und 1 MW installierter Leistung.
Besonders geeignet sind Beeren, Gemüse, Obst, Hopfen und Sonderkulturen. Auch Grünland für Tierhaltung ist möglich.
Hohe Investitionskosten, aufwendige Genehmigungen, mögliche Nutzungskonflikte mit Ackerbau sowie rechtliche Unsicherheiten.
Hohe Anfangskosten, mehr Wartungsaufwand, mögliche Ertragseinbußen bei falscher Beschattung und komplexe Förderbedingungen.
Für manche Betriebe lohnt sich die Investition nicht, wenn Förderungen fehlen oder die Fläche anderweitig effizienter genutzt werden kann.
Grundsätzlich auf landwirtschaftlichen Flächen. Die Genehmigung hängt von Landesrecht und Flächennutzungsplan ab.
Landwirte, Energiegenossenschaften, Investoren oder Projektentwickler – mit Genehmigung durch die zuständigen Behörden.
Ja, seit dem Solarpaket 1 gelten sie im Baugesetzbuch als privilegiert, was Genehmigungen erleichtert.
Wenn sie die landwirtschaftliche Nutzung nicht verdrängt, sondern kombiniert.
Die Größe ist abhängig vom Standort und den Ausschreibungsbedingungen. Typisch sind 0,5 bis 10 Hektar.
Für Maschinen und Tierhaltung werden 4 bis 6 Meter Durchfahrtshöhe empfohlen.
Je nach System meist 4 bis 6 Meter, bei Sonderanlagen auch höher.
Je nach Standort zwischen 2.000 und 5.000 € pro Hektar und Jahr.
Ja, über das EEG mit festen Vergütungssätzen oder Ausschreibungen. Ab 2025 gibt es zusätzliche Boni für Agri-PV.
Der Bonus beträgt voraussichtlich 1,5 bis 2,5 Cent pro kWh zusätzlich zur EEG-Vergütung (abhängig von Anlagentyp und Ausschreibung).
Aktuell ca. 5 bis 7 Cent pro kWh, plus möglicher Agri-PV-Bonus.
Abhängig von der Ausschreibung, durchschnittlich 7 bis 9 Cent pro kWh inklusive Bonus.
Über das EEG, spezielle Ausschreibungen sowie teilweise Landesprogramme.
Meist Glas-Glas-Module mit bifazialer Technik, teils teiltransparente Module für mehr Lichteinfall.
Eine aufgeständerte oder vertikale PV-Anlage auf Acker- oder Grünland mit gleichzeitiger Nutzung für Landwirtschaft.
Ja, allerdings mit der Besonderheit der Doppelnutzung.
Landwirtschaftliche Flächen, passende Netzanschlüsse, Baugenehmigung und Förderzusage.
Pilotprojekte in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg und Niedersachsen, u. a. mit Obstbau, Hopfen und Beeren.
Derzeit mehrere Dutzend Pilot- und Demonstrationsanlagen, Tendenz steigend.
Weil sie landwirtschaftliche Produktion und Energiewende miteinander verbindet – ohne zusätzlichen Flächenverbrauch.