Grundlagen
Agri-PV-Doppelnutzung
📖 Grundlagen
⏱️ 5 Min. Lesezeit
Agri-PV-Doppelnutzung beschreibt die gleichzeitige Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für den Anbau von Nahrungsmitteln und die Erzeugung von Solarstrom. Aufgeständerte Photovoltaikanlagen lassen ausreichend Licht für Pflanzen durch, spenden Schatten und schützen Kulturen vor Wetterextremen wie Hagel oder Starkregen.
Doppelte Erträge für Landwirte
So profitieren Landwirte doppelt: Sie sichern ihre Ernteerträge und generieren zusätzlich Einnahmen durch die Stromproduktion. Gleichzeitig trägt Agri-PV dazu bei, bestehende Flächen effizienter zu nutzen, ohne zusätzlichen Bodenverbrauch für Energieerzeugung.
Nachhaltige Zukunft
Eine innovative Lösung, die ökologische Nachhaltigkeit mit wirtschaftlicher Rentabilität verbindet. Moderne Systeme berücksichtigen zusätzlich Aspekte wie Biodiversität, Mikroklima und Bodenschutz, sodass die Integration in bestehende landwirtschaftliche Prozesse möglichst effizient gestaltet werden kann.
Rechtliche Rahmenbedingungen
Mit der zunehmenden Forschung und Förderung in Deutschland wird Agri-PV 2025 zunehmend wirtschaftlich attraktiv und ist in vielen Bundesländern als privilegierte Anlage genehmigungsfähig.
Definition
Was ist Agri-PV?
🔍 Definition
⏱️ 4 Min. Lesezeit
Agri-Photovoltaik (Agri-PV) beschreibt die gleichzeitige Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für die Nahrungsmittelproduktion und die Erzeugung von Solarstrom. Durch den Einsatz aufgeständerter oder vertikaler Photovoltaikanlagen wird die Fläche doppelt genutzt, ohne dass der landwirtschaftliche Ertrag wesentlich beeinträchtigt wird.
Technische Umsetzung
Die Module sind so installiert, dass ausreichend Sonnenlicht für die Pflanzen durchkommt, gleichzeitig aber Schutz vor extremen Wetterbedingungen wie Hagel, Starkregen oder Hitze bietet. Agri-PV ist damit eine innovative Lösung, um Erträge aus Landwirtschaft und Energieerzeugung zu kombinieren.
Wirtschaftliche Vorteile
Für Landwirte eröffnet dies neue Einkommensquellen, da überschüssiger Strom ins Netz eingespeist werden kann. Gleichzeitig leistet Agri-PV einen Beitrag zur Energiewende, da erneuerbare Energie direkt auf bestehender landwirtschaftlicher Fläche erzeugt wird.
Moderne Systeme
Moderne Systeme berücksichtigen zusätzlich Aspekte wie Biodiversität, Mikroklima und Bodenschutz, sodass die Integration in bestehende landwirtschaftliche Prozesse möglichst effizient gestaltet werden kann.
Technik
Wie funktioniert Agri-PV?
⚙️ Technik
⏱️ 6 Min. Lesezeit
Agri-PV-Systeme kombinieren Photovoltaik-Technologie mit landwirtschaftlicher Nutzung durch geschickte Modulplatzierung, Aufständerung und Lichtmanagement. Die Module werden häufig 4 bis 6 Meter hoch installiert, sodass Traktoren, Erntemaschinen oder Tiere problemlos darunter arbeiten können.
Vertikale Systeme
Bei vertikalen Systemen werden Module hochkant in Reihen aufgestellt, um maximale Sonnenenergie zu erfassen, während der Boden darunter für Grünland oder Ackerkulturen genutzt werden kann. Teiltransparente oder bifaziale Module ermöglichen die Durchlässigkeit von Licht, wodurch Pflanzen ausreichend Energie für Photosynthese erhalten.
Smart-Farming-Integration
Moderne Agri-PV-Anlagen beinhalten häufig Sensorik und Smart-Farming-Komponenten, um den Lichtbedarf der Pflanzen, die Bewässerung und Erträge zu optimieren. Somit wird die Integration von Landwirtschaft und erneuerbarer Energieproduktion nicht nur effizient, sondern auch nachhaltig und wirtschaftlich rentabel.
Mikroklima-Effekte
Zusätzlich wirken die Anlagen positiv auf das Mikroklima, reduzieren Wasserverdunstung und bieten Schutz vor extremen Wetterbedingungen.
Vorteile
Vorteile der Doppelnutzung
✅ Vorteile
⏱️ 5 Min. Lesezeit
Agri-PV bietet vielfältige Vorteile für Landwirte, Umwelt und Gesellschaft. Für die Landwirtschaft sind die wichtigsten Punkte die zusätzlichen Einkünfte durch Stromverkauf, der Schutz der Pflanzen vor Hagel, Starkregen oder starker Sonneneinstrahlung sowie die Reduzierung des Wasserverbrauchs.
Landwirtschaftliche Vorteile
Besonders Kulturen wie Obst, Beeren, Gemüse oder Hopfen profitieren von diesen Schutzfunktionen. Gleichzeitig ermöglicht Agri-PV die optimale Nutzung bereits bestehender landwirtschaftlicher Flächen, ohne zusätzliche Ackerflächen für Energieprojekte zu beanspruchen.
Umweltvorteile
Für die Umwelt ergeben sich ebenfalls Vorteile: Die Anlagen fördern die Biodiversität, indem unterschiedliche Schattenbereiche Lebensraum für Pflanzen und Kleintiere bieten. Zudem kann das lokale Mikroklima verbessert werden, indem die Temperatur auf dem Feld reguliert wird.
Gesellschaftlicher Nutzen
Agri-PV trägt damit direkt zur Reduzierung von CO₂-Emissionen bei und unterstützt die nationale Energiewende. Für die Gesellschaft entsteht ein positiver Effekt, da erneuerbare Energie erzeugt wird, ohne dass zusätzlicher Bodenverbrauch für neue Energieanlagen entsteht.
Wirtschaftlichkeit
Kosten & Wirtschaftlichkeit
💰 Kosten
⏱️ 7 Min. Lesezeit
Die Kosten für Agri-PV-Anlagen variieren je nach System, Standort und Größe. Pro Hektar liegen die Investitionskosten zwischen 800.000 und 1,2 Mio. Euro, pro Megawatt zwischen 900.000 und 1,2 Mio. Euro. Die Stromgestehungskosten liegen in der Regel zwischen 6 und 12 Cent pro kWh.
Investitionskosten
- Pro Hektar: 800.000 bis 1,2 Mio. €
- Pro Megawatt: 900.000 bis 1,2 Mio. €
- Stromgestehungskosten: 6-12 Cent/kWh
Stromertrag
- Pro Hektar: 700.000 bis 1.000.000 kWh/Jahr
- Installierte Leistung: 0,7 bis 1 MW pro Hektar
- Abhängig von Ausrichtung und Technik
Pachteinnahmen
Zusätzlich können Landwirte Pachteinnahmen erzielen, die zwischen 2.000 und 5.000 Euro pro Hektar und Jahr liegen. Die Wirtschaftlichkeit hängt entscheidend von Förderungen, EEG-Vergütung und Agri-PV-Bonus ab.
Wirtschaftlichkeitsfaktoren
Durch den zusätzlichen Stromverkauf und die Einspeisevergütung lassen sich die hohen Investitionskosten über die Lebensdauer der Anlage amortisieren. Moderne Agri-PV-Systeme mit teiltransparenten Modulen oder bifazialer Technologie erhöhen den Ertrag und verringern gleichzeitig die Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktion.